Der Putsch der Generäle

Wir veröffentlichen hier den dritten Teil des Textes „Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt“ aus der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Barrikadenkämpfe um Montaña-Kaserne. Juli 1936 Madrid

Der Putsch der Generäle

Nachdem die Regierung aus der Radikalen Partei und den KlerikalfaschistInnen der CEDA sich im Klassenkampf gegen das Proletariat abgenutzt hatte, war im Februar 1936 die Zeit für den linken Flügel der Bourgeoisie, die RepublikanerInnen und die Partei- und Gewerkschaftsbonzen der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung – einschließlich der CNT-Bürokratie – gekommen, um bei der Gestaltung der kapitalistischen Politik den rechten Flügel abzulösen. Bei der Sozialistischen Partei waren die Zeiten, in denen sie sich an Phrasen über „Revolution“ und „Diktatur des Proletariats“ berauschte, im Januar 1936 endgültig vorbei. Wie bei den StalinistInnen die „Dritte Periode“, in denen sie ihren reaktionären Charakter hinter noch radikaler klingenden Phrasen verbargen. Ab 1935 war die P„C“E wie die gesamte „Kommunistische“ Internationale auf Volksfrontbündnisse mit dem demokratischen Flügel der Bourgeoisie gegen das Proletariat und gegen den Faschismus eingeschworen. Auch die trotzkistischen „Linken Kommunisten“ gab es inzwischen nicht mehr. Sie hatten sich mit dem rechts-„kommunistischen“ Arbeiter- und Bauernblock im September 1935 zur Partido Obrero de Unification Marxista (POUM, Arbeiterpartei für Marxistische Einheit) zusammengeschlossen. Die POUM war eindeutig nicht trotzkistisch, wurde aber so von den StalinistInnen bezeichnet. Die Anhänger Trotzkis bildeten bis Frühjahr 1937 eine kleine Minderheit in dieser Partei. Auch der rechte Flügel des Anarchosyndikalismus gebar eine politische Partei, die Syndikalistische Partei. Diese von Pestana geführte Formation war die institutionalisierte Verneinung der progressiven antiparlamentarisch-antipolitisch-staatsfeindlichen Tendenzen des Anarchismus.
Die StalinistInnen, SozialistInnen, die POUM und die Syndikalistische Partei unterzeichneten im Januar 1936 mit den republikanischen Parteien, der Republikanischen Linken, der Republikanischen Union und der katalanischen ERC ein Wahlbündnis – die Frente Popular (Volksfront). Diese Volksfront war ein offenes sozialreaktionäres Paktieren der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung mit dem republikanischen Flügel der Bourgeoisie. Selbst die CNT rief bei den Wahlen im Februar 1936 nicht mehr zu einem Boykott auf. Nachdem diese Gewerkschaft sektiererisch das Proletariat während des Generalstreikes vom Oktober 1934 gespalten hatte, passte sie sich nun bis zum bitteren Ende opportunistisch-sozialreaktionär dem linken Flügel der Bourgeoisie an. Die POUM unterschrieb das Wahlmanifest, trennte sich dann aber wieder von der Volksfront. Dieses Schwanken der POUM war keine taktische Klugheit, wie ihre Bürokratie meinte, sondern opportunistische Anpassung an den linken Flügel der Bourgeoisie. Es sollten noch weitere Anpassungsleistungen der POUM erfolgen. Die linken Handlanger der Bourgeoisie revanchierten sich bei der POUM, indem sie diese Partei im Juni 1937 zerschlugen…
Auch der rechte Flügel der Bourgeoisie und die GroßgrundbesitzerInnen formierte sich, zur Nationalen Front – bestehend aus der CEDA, den großgrundbesitzenden AgrarierInnen, den MonarchistInnen, Unabhängigen und KarlistInnen (MonarchistInnen, die eher die Ansprüche der Nachkommen von Don Carlos als denen von König Ferdinand auf den Thron verteidigten). Bei den Wahlen am 16. Februar 1936 errang die Volksfront einen parlamentarischen Sieg über die Nationale Front. Zu diesem „Sieg“ zwei Anmerkungen: Erstens ist ein parlamentarischer Sieg einer Gruppe von BerufspolitikerInnen gegen eine andere niemals ein Sieg des Proletariats gegen seine Klassenfeinde – wozu objektiv alle BerufspolitikerInnen gehören. Zweitens ist ein parlamentarischer Sieg des linken Flügels der Bourgeoisie gerade in einem schwachen Nationalstaat in einer Zeit verschärfter Klassenkämpfe nur ein sehr relativer materieller Sieg gegen die rechte Konkurrenz, wie der weitere Verlauf der Ereignisse in Spanien eindeutig belegte.
So weigerte sich die alte Regierung zunächst nach dem parlamentarischen Sieg der Volksfront dieser Platz zu machen. Doch die ProletarierInnen Spaniens handelten trotz ihrer durchaus vorhandenen parlamentarischen Illusionen selbst. Als das alte Regime wie im Oktober 1934 den Ausnahmezustand ausrief, machte das klassenkämpferische Proletariat dem Spuk ein Ende. In vielen Städten stürmte es die Haftanstalten und befreite noch vor den entsprechenden Dekreten des Volksfront-Regimes die politischen Gefangenen. Das Proletariat ließ sich in dieser Frage nicht von den SozialistInnen und StalinistInnen zurückhalten. Eine sozialrevolutionäre Strömung hätte sich an diesem Kampf beteiligt – und gleichzeitig gegen alle Illusionen innerhalb des Proletariats in das neue Regime gekämpft.
Die Volksfront war ein besonders schmutziges Bündnis zwischen den RepublikanerInnen einerseits und den SozialistInnen und den StalinistInnen andererseits. So war es abgemacht, dass die RepublikanerInnen allein und ohne die Parteien der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung regieren sollten. Dadurch übernahmen die letzteren die erste Zeit keine unmittelbare Verantwortung für die Regierungspolitik und konnte als loyale Unterstützerin der Volksfront das Proletariat besser unter Kontrolle behalten. Die erste Zeit des Volksfrontregimes blieb Zamora Staatspräsident während Azana Ministerpräsident war. Ab Mai 1936 war Azana Staatspräsident und der Linksrepublikaner Casares Quiroga Ministerpräsident.
Der reproduktive Klassenkampf des Proletariats und der kleinbäuerliche Widerstand gingen auch unter dem Volksfront-Regime weiter. Die BäuerInnen zogen in einen regelrechten Krieg gegen den katholischen Klerus, als das Volksfront-Regime sich weigerte gegen diesen vorzugehen. Kirchen wurden niedergebrannt und die Priester mit Nachdruck dazu aufgefordert die Dörfer zu verlassen. Das war dem linken Flügel der Bourgeoisie – wozu neben den RepublikanerInnen auch die SozialistInnen und StalinistInnen gehörten – natürlich gar nicht recht. Der Klassenkampf gegen die katholische Kirche als Hort der Sozialreaktion wurde so entschieden weitergeführt, dass es im Juni 1936 in der Provinz Valencia kaum noch eine funktionierende Kirche gab.
Auch wurde das Volksfront-Regime massiv mit Landbesetzungen und mit ökonomischen Streiks konfrontiert, gegen die es mit Härte vorzugehen versprach, was ihr auch Sympathien von einem Teil des rechten Flügels der Bourgeoisie einbrachte. Am 17. April 1936 rief die CNT aufgrund der Drohungen der Bourgeoisie und einen schon damals geplanten Putschversuch der Armee für den 20. April – der jedoch vereitelt wurde, ohne dass das Volksfront-Regime repressiv gegen die Verantwortlichen vorging – den Generalstreik für Madrid aus. Die StalinistInnen und die sozialistische Gewerkschaft UGT verurteilten zuerst diesen Klassenkampf aus Loyalität zum bürgerlichen Volksfront-Regime. Aber als der Generalstreik eine gewaltige Stärke annahm, mussten auch UGT und StalinistInnen ihn am 18. April billigen, bevor dieser abgebrochen wurde. Dieser Generalstreik zog noch einige ökonomische Streiks nach sich.
Der linke Flügel der Bourgeoisie wollte jetzt die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung direkt in die Volksfront-Regierung einbinden, um den proletarischen Klassenkampf erfolgreich ersticken zu können. So forderte Staatspräsident Azana bereits im Mai 1936 den Rechtssozialisten Prieto auf, Regierungschef zu werden. Dieser wollte schon, aber der linke Flügel der Sozialistischen Partei, der vom alten Phrasendrescher Caballero geführt wurde, machte gegen die Regierungsbeteiligung mobil. Die StalinistInnen dagegen waren ebenfalls zur Regierungsbeteiligung bereit. Auch die POUM verlangte „eine authentische Regierung der Volksfront, mit der direkten (ministeriellen) Teilnahme der Sozialistischen und Kommunistischen Parteien“. (Zitiert nach: Felix Morrow, Revolution und Konterrevolution in Spanien, a.a.O., S. 58/59.) Die POUM erwies sich hier wieder mal als linkes Feigenblatt der Bourgeoisie. Währenddessen ging der rechte Flügel der SozialistInnen repressiv gegen den linken Parteiflügel um Caballero vor. Letztere wurde von der UGT zum Sekretär wiedergewählt. So wagte es Prieto letztendlich nicht gegen den Widerstand der UGT zur direkten politischen Charaktermaske des Kapitals zu werden. Übrigens waren auch die StalinistInnen in der UGT aktiv. Doch jenseits der StalinistInnen und Caballero entstand unter dem proletarischen Druck ein Flügel in der sozialistischen Gewerkschaft, der auf lokaler und betrieblicher Ebene mit der CNT zusammen Streiks organisierte. In den Häfen, auf den Schiffen und bei den Eisenbahnen gab es ständige Komitees von UGT und CNT. Die EisenbahnarbeiterInnen bereiteten im Juli gerade einen nationalen Streik vor – doch dann putschten die Generäle.
25.000 Bauernfamilien besetzten das Land von Bajoz, weil sie die Versprechungen der Regierung satt hatten. Am 13. Juni 1936 streikten 30.000 Bergarbeiter Asturiens. Sie verlangten die Absetzung des Landwirtschaftsministers Funes, ein besonderer Liebling der StalinistInnen. Als dieser nicht entlassen wurde, streikten am 19. Juni bereits 90.000 Kumpels. Es gelang dem Volksfront-Regime, dass das Bergbauproletariat am 23. Juni 1936 die Arbeit wieder aufnahm. Doch am 6. Juli drohte es der Regierung mit dem Generalstreik, weil diese den Gouverneur von Asturien entlassen hatte. Die Kumpels wiederholten ihre Forderungen am 15. Juli und hätten ihre Drohung des Generalstreiks sicherlich wahrgemacht – wenn der Putsch der Generäle nicht dazwischen gekommen wäre.
Insgesamt sahen sich die herrschenden Klassen und das Volksfront-Regime einer verschärften proletarischen Offensive gegenüber. Der Klassenkampf umfasste Stadt- und Landproletariat. In jeder größeren Stadt gab es in den fünf Monaten zwischen Mitte Februar und Mitte Juli 1936 mindestens einen lokalen Generalstreik. Die Arbeitsniederlegungen waren sowohl ökonomischer als auch „politischer“ – also von der Tendenz her antipolitischer – Natur. Der Generalstreik vom 8. Juni in Lerida verlangte vom Volksfront-Regime eine soziale Unterstützung der Erwerbslosen. Die LandarbeiterInnen in der Provinz Malaga streikten fünf Wochen lang. Es entwickelte sich eine regelrechte Welle von Massenstreiks. Eine Million ProletarierInnen legten am 10. Juni die Arbeit nieder, eine halbe Millionen am 20. Juni, eine Millionen am 24. Juni, über eine Million während der ersten Tage des Juli 1936 – bevor die Generäle putschten.
Das Volksfront-Regime führte gegen den wachsenden proletarischen Widerstand von unten einen harten Klassenkampf von oben. Besonders die proletarische Basis der CNT bekam die Quittung für die opportunistische Anpassung der „Anarcho“-Bürokratie an den linken Flügel der Bourgeoisie, der darin bestand bei den Wahlen vom Februar 1936 nicht zu dessen Boykott aufgerufen zu haben. Das reaktionäre Regime der linken Bourgeoisie bedankte sich dafür, indem es repressiv gegen die CNT vorging. In Madrid wurden im Mai 1936 ihre Hauptquartiere geschlossen und 180 AnarchosyndikalistInnen eingesperrt. Die Regierung drohte Anfang Juni mit der Illegalisierung des Anarchosyndikalismus. Die Zeitung der StalinistInnen, Mundo Obrero verleumdete die CNT schon vor Beginn des BürgerInnenkrieges, diese würde mit faschistischen Gruppen im Bunde stehen. Am 19. Juni 1936 schloss die Regierung abermals die CNT-Hauptquartiere. Doch die UGT solidarisierte sich mit den AnarchosyndikalistInnen. So musste die Regierung zurückrudern. Wachsende Teile der Bourgeoisie zweifelten immer stärker daran, dass das Volksfront-Regime erfolgreich den proletarischen Klassenkampf ersticken könne – und so putschten am 17. Juli 1936 die Generäle.
Die Nationalkapitale haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten mit dem proletarischen Klassenkampf fertig zu werden. Entweder sie legalisieren bestimmte Formen des reproduktiven Klassenkampfes und integrieren die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung in Kapital und Staat, oder sie illegalisieren den Klassenkampf total und zerschlagen auch die gesamte ArbeiterInnenbewegung ultrarepressiv mit eiserner Faust. Der zweite Weg war der des Faschismus, der auch der parlamentarischen Demokratie ein Ende bereitete. Der Faschismus war in Italien und in Deutschland eine kleinbürgerlich-lumpenproletarische Bewegung, die von der Bourgeoisie an die politische Macht gebracht wurde, um deren Bluthund zu werden. Die CEDA scheiterte im Jahre 1934 am klassenkämpferischen Proletariat daran, eine faschistische Massenbewegung aufzubauen, wie wir weiter oben schon dargelegt haben. Der Putsch der Generäle war also nicht im klassischen Sinne faschistisch, wenn er sich auch ideologisch und praktisch an Italien und Deutschland anlehnte – und die beiden faschistischen Mächte ihrerseits die Putschisten tatkräftig unterstützten.
Der Putsch der Generäle begann am 17. Juli in Spanisch-Marokko und erfasste am 18. Juli 1936 bereits viele Garnisonen in Spanien. Das Militär war das wichtigste Machinstrument der herrschenden Klassen. Als große Teile dieser Armee putschten, stand das Volksfront-Regime nackt da. Große Teile der GroßgrundbesitzerInnen und der Bourgeoisie gaben durch den Militärputsch den republikanischen RegierungspolitikerInnen zu verstehen: „Ihr habt darin versagt, das Proletariat ruhig zu halten. Jetzt packt euren Koffer!“ Und die republikanischen RegierungspolitikerInnen schickten sich auch an, vor den Generälen zu kapitulieren. Die Regierung belog die kleinbürgerlich-proletarische Bevölkerung über die Ausmaße des Militärputsches. Schließlich wollte das Volksfront-Regime nicht, dass sich das kleinbürgerlich-proletarische „Volk“ in den Familienkrach der herrschenden Klassen einmischte. Der Staatspräsident Azana entließ am 19. Juli 1936 die Regierung Quirogas und ernannte Martinez Barrios, dem führenden Politiker der Republikanischen Union zum neuen Ministerpräsidenten. Diese neue Regierung versuchte die Bewaffnung des Proletariats zu verhindern und mit den putschenden Generälen zu verhandeln.
Doch das Proletariat mischte sich am 19. Juli 1936 in den Familienkrach der kapitalistischen Sozialreaktion ein – wenn auch leider nicht so konsequent-bewusst, dass es gegen den Kapitalismus einen revolutionären Klassenkrieg führte. Aber es kämpfte gegen das putschende Militär. So kämpften schlecht bewaffnete ArbeiterInnen verbittert-entschlossen gegen die franquistische Sozialreaktion. Sie gingen erfolgreich gegen die Kasernen vor. So verschanzten sich in Madrid die putschenden Soldaten unter der Führung von General Joaquin Fanjul in der Montana-Kaserne. Vor der Kaserne versammelten sich immer mehr feindlich gesinnte Menschen. Fanjul ließ am Abend des 19. Juli in die Menge schießen, die daraufhin am nächsten Tag die Kaserne erfolgreich stürmte. So erging es der putschenden Armee auch in den anderen drei Kasernen Madrids.
In Barcelona wurde wie in der spanischen Hauptstadt der Generalstreik ausgerufen. Die demokratische Regionalregierung Kataloniens konnte sich sowohl auf loyale Polizeieinheiten, auf die Guardia Civil und auf die Guardia de Asalto, als auch auf Teile der Armee gegen die Putschisten stützen. Außerdem errichtete das Proletariat Barrikaden und bildete ArbeiterInnenpatrouillen. Das bewaffnete Proletariat Barcelonas eroberte das von den Putschisten eingenommene Fernsprechamt auf der Plaça de Catalunya zurück. Auch gelang es ihm das Hauptquartier der Putschisten, das Capitaneria General, zu erobern. Leider gab es auch in Katalonien keine bewusste sozialrevolutionäre Strömung, die das Proletariat nicht nur auf den Kampf gegen die putschenden Generäle, sondern auch auf den Sturz der katalonischen Autonomieregierung, die Generalitat, orientierte. So blieb auch das klassenkämpferische Proletariat Kataloniens objektiv leider nur Manövriermasse der sozialreaktionären institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung und der republikanischen Bourgeoisie. Die antifaschistische Ideologie und Praxis der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung kleisterte klassenkämpferische ProletarierInnen an den demokratischen Kapitalismus fest. So wurden die Siege des klassenkämpferischen Proletariats zu einem Sieg der demokratischen Lakaien der Bourgeoisie. Diesen gelangen durch den Kampf des Proletariats in den Julitagen von 1936 auch Siege gegen die Putschisten in Malaga, in Valencia und in Bilbao. Durch den Druck des klassenkämpferischen Proletariats wurde allerdings der spanische Ministerpräsident Martinez Barrios, der ursprünglich mit den putschenden Generälen verhandeln wollte, zum Rücktritt gezwungen. Er wurde am 20. Juli 1936 durch den republikanischen Linken José Geral als neuer Ministerpräsident ersetzt, der gegen die putschenden Generäle einen kapitalistisch-antifaschistischen Krieg zu organisieren begann.
Der Klassenkampf gegen die putschenden Generäle war das eine, die konterrevolutionäre antifaschistische Politik der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung das andere. Während es dem Proletariat noch an Klarheit fehlte, um einen bewussten Klassenkampf gegen den Kapitalismus – also gegen die putschenden Generäle und gegen den demokratischen Staat – zu führen, nutzten die konterrevolutionären „sozialistischen“, „kommunistischen“, „marxistischen“ und „anarcho“-syndikalistischen Partei- und Gewerkschaftsbonzen den Putsch, um sich mit dem demokratischen Personal der Bourgeoisie zu verbünden und zu politischen und ökonomischen Charaktermasken des Kapitals zu werden. Die bewaffneten Formationen, die gegen die putschenden Generäle kämpften, waren keine Keimformen einer Diktatur des Proletariats wie die Roten Garden in Russland oder die Rote Ruhrarmee in Deutschland während der europäischen revolutionären Nachkriegskrise. Die verschiedenen antifaschistischen Milizen, die entstanden, standen von Anfang an unter direkter Kontrolle der verschiedenen Parteien und Gewerkschaften der konterrevolutionären institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung. So bildete sich während der Julitage in Madrid das Quinto Regimento, das „Fünfte Regiment“, als Formation der StalinistInnen, in Katalonien und in Aragon kämpften die CNT-Miliz Columna Durruti und die von der Vereinigten Sozialistischen Partei Kataloniens (PSUC) – eine gerade erst in dieser Region vollzogene Verschmelzung der SozialistInnen und StalinistInnen – geschaffene Columna del Barrio. Außerdem agierte in Katalonien noch die Miliz Carlos Marx der Gewerkschaft UGT. Auch die POUM hatte ihre Lenin-Brigade. Das schaffte von Anfang an bürokratische Zersplitterung. Noch schlimmer: Da die verschiedenen Milizen von Parteien und Gewerkschaften getragen wurden, welche der antifaschistischen Kollaboration mit dem reaktionären Volksfront-Regime verpflichtet waren, waren diese Milizen alle indirekt staatstragend und damit objektiv sozialreaktionär. Von den Milizen der StalinistInnen bis zu den CNT- und POUM-Milizen. Revolutionären Fabrikkomitees unterstellte Milizen, die dem revolutionären Klassenkrieg gegen den Kapitalismus verpflichtet gewesen wären, hätten von Anfang an auch zentralisiertere Formen – welche natürlich die Selbstorganisation des militant kämpfenden Proletariats nicht abtöten durften – annehmen können. Zwar gab es auch Zentralisierungstendenzen bei den antifaschistischen Milizen, doch diese waren selbstverständlich staatstragend. So bildete sich am 21. Juli 1936 unter Dominanz der CNT das Zentralkomitee der antifaschistischen Milizen Kataloniens, in dem die Bonzen von CNT, FAI, UGT, PSUC und POUM zusammen mit den Bossen der republikanischen Parteien saßen, also als ein klassischer Ausdruck der antifaschistischen Klassenkollaboration mit der demokratischen Bourgeoisie.
Während der Julitage wurde die CNT auch wie die UGT in Katalonien zu einer sozialökonomischen Charaktermaske des Kapitals. Da viele KapitalistInnen Kataloniens in das Lager der putschenden Generäle geflohen waren, konnte die kapitalistische Produktion nur in kollektivierter Form aufrecht erhalten werden – indem die Gewerkschaften CNT und UGT die kapitalistische Ausbeutung der Lohnarbeit organisierten, praktizierten sie eine Art von Gewerkschaftskapitalismus im Rahmen des demokratischen Staates. Diejenigen PrivatkapitalistInnen, die im demokratisch-antifaschistischen Lager blieben, wurden natürlich genauso wenig enteignet wie das ausländische Privatkapital. Dort wurde mit Hilfe von Fabrikkomitees, die von den Staatsgewerkschaften CNT und UGT kontrolliert wurden, ein wenig „ArbeiterInnenkontrolle“ eingeführt – welche die reale kapitalistische Kontrolle des Proletariats ideologisch ummantelte. Die gesamte Kontrolle der katalonischen Ökonomie organisierte ein „Wirtschaftsrat“, der von fünf CNT-Bonzen dominiert war, aber in den auch jeweils ein Vertreter der POUM, der UGT und der katalanischen Regierung vertreten war. In Katalonien wurde also eine Mischung aus Privat-, Staats-, und Gewerkschaftskapitalismus praktiziert.
Neben dem Gewerkschaftskapitalismus in der Großindustrie praktizierte die CNT in Katalonien und in Aragon in der Landwirtschaft und in den Städten noch eine kleinbürgerlich-kollektive Warenproduktion, die ebenfalls der wachsenden Ausbeutung des Proletariats für den reaktionär-antifaschistischen Krieg des Volksfront-Regimes diente. Diese Kollektivierungen konnten auch im Rahmen des demokratischen Staates und der kapitalistischen Warenproduktion nichts anderes als kleinbürgerlich-kollektive Formen eben dieser kapitalistischen Ökonomie sein. Allerdings beruhten diese Kollektive auf der Enteignung der GroßgrundbesitzerInnen, verkörperten also gewissermaßen einen kleinbürgerlichen Radikalismus, der mit den Überresten des Feudalismus aufräumte. Doch der kleinbürgerliche Radikalismus schwankt generell hilflos zwischen klassenkämpferischem Proletariat und der kapitalistischen Sozialreaktion. So war es auch in Spanien. Innerhalb dieser kleinbürgerlichen Agrarkollektive wurde zwar in typisch kleinbürgerlich-anarchistischer Manier mit den Kategorien Ware, Geld und Lohnarbeit herumexperimentiert – aber eben am Ende doch reproduziert. In der Landwirtschaft stellten diese Kollektive also das Umschlagen der antifeudalen Tendenzen des kleinbürgerlichen Radikalismus in die bürgerliche Konterrevolution dar, weil die CNT über diese die wachsende Ausbeutung der Landbevölkerung für den kapitalistisch-antifaschistischen Krieg organisierte. Die kleinbürgerlichen Kollektive in den Städten stellten auch ganz klar typische Genossenschaften als Teil der Warenproduktion dar.
Neben den „Kollektivierungen“ im Rahmen von Staat und kapitalistischer Warenproduktion, die wir im Kapitel CNT: Gewerkschaftskapitalismus und Staatssyndikalismus unseres Textes Die antifaschistische Volksfront gegen das Proletariat noch ausführlicher analysieren und kritisieren werden, waren die ArbeiterInnenpatrouillen ein typisches Produkt des reproduktiv-defensiven Klassenkampfes des Proletariats. Sie nahmen gemäß der antifaschistischen Ideologie und Praxis Ordnungsfunktionen im demokratischen Staat wahr, waren aber keine Organe einer revolutionären Diktatur des Proletariats. Auch wenn das bewaffnete Proletariat diese Waffen nicht bewusst revolutionär gegen das Volksfront-Regime richtete, konnte und wollte dieses Regime dennoch die ArbeiterInnenpatrouillen nicht dulden. Deren Auflösung werden wir als Teil der antifaschistischen Konterrevolution weiter unten beschreiben. Während die Wirkungskraft der antifaschistischen Ideologie innerhalb des Proletariats im Juli 1936 das größte Hindernis für den revolutio nären Sturz des Volksfront-Regimes darstellte, führte der Staats-Antifaschismus als praktizierte Konterrevolution zur Entwaffnung des Proletariats.
Die Organe der proletarischen Selbstorganisation, die durch den Klassenkampf vom 19. Juli 1936 entstanden sind, waren also vollkommen von der antifaschistischen Ideologie und Praxis der Klassenkollaboration mit der demokratischen Bourgeoisie verseucht. Das behinderte schon den Kampf gegen den Franquismus und gab diesem einen zunehmend reaktionären Charakter, doch für die soziale Revolution waren diese Organe total ungeeignet. Außerdem standen sie unter ziemlich starker Kontrolle der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung. Klar, auch während der europäischen revolutionären Nachkriegskrise standen die ArbeiterInnenräte in Deutschland und Russland stark unter dem Einfluss von sozialdemokratischen beziehungsweise menschewistischen, „sozialrevolutionären“ und bolschewistischen BerufspolitikerInnen, so dass diese bürokratisch deformierten Organe der proletarischen Selbstorganisation von der privatkapitalistischen (Deutschland) und staatskapitalistischen Konterrevolution (Sowjetrussland) zerschlagen werden konnten. Doch die Qualität der proletarischen Selbstorganisation im Klassenkampf war sowohl während der russischen Revolution (1917-1921) als auch in der revolutionären Nachkriegskrise in Deutschland (1918-1923) ungleich höher als im Juli 1936 in Spanien. Während der staatskapitalistische Oktoberstaatstreich der Bolschewiki von 1917 immerhin ein privatkapitalistisch-demokratisches Regime stürzte, führte die behauptete „Revolution“ in Spanien 1936 nur dazu, dass sich Parteimarxismus und Anarchosyndikalismus tief in das vorhandene Volksfront-Regime integrierten. Der proletarische Klassenkampf vom 19. Juli 1936 nahm also keinen revolutionären Charakter an, wie die TrotzkistInnen und AnarchistInnen behaupten, sondern ein defensiv-reproduktiver Klassenkampf gegen den Militärputsch schlug in die antifaschistische Konterrevolution der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung um. Und der Antifaschismus kämpfte verdammt schlecht gegen die faschistisch-franquistische Sozialreaktion – aber er war verdammt gut darin, das Proletariat von der wirklichen sozialen Revolution abzuhalten. SozialrevolutionärInnen können besonders über die Verrenkungen der heutigen anarchosyndikalistischen Ideologie-ProduzentInnen, welche die „schwierige Situation“ betonen, um die antifaschistische Konterrevolution der CNT zu rechtfertigen, nur grimmig lachen.
Eine bewusst sozialrevolutionäre Strömung hätte sich am reproduktiv-defensiven Klassenkampf des Proletariats gegen den Militärputsch vom 19. Juli 1936 beteiligen – und gleichzeitig die schändliche antifaschistische Ideologie und Praxis der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung bekämpfen müssen. Sie hätte den indirekt staatstragenden antifaschistischen Partei- und Gewerkschaftsmilizen die Forderung nach wirklichen Organen der proletarischen Diktatur, nach ArbeiterInnenmilizen unter Kontrolle von Organen des selbstorganisierten Klassenkampfes wie unabhängige Streikkomitees, Fabrikkomitees und ArbeiterInnenräten entgegengestellt. Diese ArbeiterInnenmilizen hätten den revolutionären Sturz des Volksfront-Regimes organisieren müssen – und dann einen revolutionären Klassenkrieg gegen die putschenden Generäle führen müssen. Nachdem das wichtigste Machtapparat der Regierung – die Armee – sich gegen die Volksfront gewandt hatte, wäre ihr revolutionärer Sturz im Sommer 1936 relativ einfach gewesen. Der siegreiche Kampf gegen Franco wäre sehr viel schwerer gewesen. Die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats mündet in einer klassen- und staatenlosen Gesellschaft. Denn ohne Proletariat gibt es keinen Kapitalismus und keinen Staat mehr. Deshalb impliziert unser Begriff des revolutionären Klassenkrieges gegen die faschistisch-franquistische und demokratisch-antifaschistische Konterrevolution immer auch die ersten Keime einer klassen- und staatenlosen Gesellschaft. Diese wirkliche klassen- und staatenlose Gesellschaft hätte eine sozialrevolutionäre Strömung den reaktionären „Kollektivierungen“ und der verlogenen „ArbeiterInnenkontrolle“ im Rahmen der kapitalistischen Warenproduktion und des demokratischen Staates von CNT und UGT entgegenstellen müssen. Doch diese Keime einer klassen- und staatenlosen Gesellschaft eines revolutionären Klassenkrieges gegen den spanischen Kapitalismus wären sofort von der nationalen und internationalen Konterrevolution – einschließlich des sowjetischen Staatskapitalismus – bedroht worden. Entweder wäre das internationale Proletariat ihren spanischen Klassengeschwistern aktiv-solidarisch zur Hilfe gekommen, oder die globale Konterrevolution hätte die soziale Revolution in Spanien erstickt.
Wir hören das antifaschistisch-sozialreaktionäre Pack schon kreischen: „Ihr ultralinken Abenteurer! Durch den versuchten Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung hättet ihr noch mehr bürgerliche Kräfte in Francos Lager getrieben.“ Richtig! Eine soziale Revolution hätte noch mehr bürgerliche Kräfte auf die Seite Francos getrieben. Aber da die soziale Revolution dank der antifaschistischen Konterrevolution ausblieb, konnte die letztere – besonders deren stalinistische Avantgarde – eine Menge reaktionäres Pack für die Volksfront einbinden, die sonst sofort auf die Seite Francos übergetreten wären. Das bürgerlich-lumpenproletarische Gesindel, mit dessen Hilfe der antifaschistische Stalinismus gegen das klassenkämpferische Proletariat und den linken Flügel der Volksfront vorging, werden wir weiter unten noch genauer beschreiben. Hier nur so viel: es ähnelte verdammt stark der sozialen Basis des Faschismus!
Doch kommen wir zum notwendigen Verhalten einer imaginären bewussten sozialrevolutionären Strömung in Spanien zurück. Weiter oben haben wir schon geschrieben, dass diese am Anfang nur sehr schwach gewesen sein könnte, in Wirklichkeit gab es sie ja gar nicht. Um einigermaßen realistisch zu bleiben müssen wir davon ausgehen, dass sie sich im Sommer 1936 nicht erfolgreich gegen die konterrevolutionäre institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung durchgesetzt hätte. Wie nun weiter? Wir meinen, dass proletarische RevolutionärInnen sich keinesfalls opportunistisch verhalten hätten, wenn sie innerhalb der CNT- und POUM-Milizen in einer interaktiven Kommunikation mit ihren KollegInnen und Klassengeschwistern dafür eingetreten wären, zuerst das Volksfront-Regime zu beseitigen und dann einen revolutionären Klassenkrieg gegen das putschende Militär zu führen. Sie hätten natürlich vermitteln müssen, dass dazu Partei- und Gewerkschaftsmilizen nicht die richtigen Waffen sind. SozialrevolutionärInnen hätten also innerhalb der radikalsten Milizen der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung und – besonders! – in den Betrieben ihren Kampf gegen die antifaschistische Konterrevolution fortgeführt. Natürlich wäre für eine wirklich sozialrevolutionäre Strömung die Wirkung in den Betrieben am wichtigsten gewesen, doch wäre eine revolutionäre Unterwanderung der CNT- und POUM-Milizen, wo subjektiv revolutionäre ArbeiterInnen von den konterrevolutionären Partei- und Gewerkschaftsbonzen für einen kapitalistisch-antifaschistischen Krieg geopfert wurden, nicht opportunistisch gewesen. Natürlich hätten RevolutionärInnen innerhalb der CNT- und POUM-Milizen auch klar gegen diese beiden konterrevolutionären Kräfte Stellung beziehen müssen. Wahrscheinlich wären sie irgendwann auf die Repression der Partei- und Gewerkschaftsbürokratien gestoßen – aber sie hätten einen wichtigen Beitrag zur Radikalisierung der ArbeiterInnen geleistet.
Allerdings wären bewusste SozialrevolutionärInnen innerhalb der CNT- und POUM-Milizen objektiv für ein innerkapitalistisches Gemetzel verheizt worden. Deshalb wäre auch eine bewusste Entscheidung einer sozialrevolutionären Strömung nicht in die CNT- und POUM-Milizen einzutreten, sondern sich ganz auf den proletarischen Klassenkampf in den Betrieben zu konzentrieren, keinesfalls „sektiererisch“ gewesen. Denn nur die revolutionäre Forcierung des Klassenkampfes des Proletariats gegen den Kapitalismus und all seine Charaktermasken – einschließlich der CNT – hätte den Sieg Francos verhindern können. Der antifaschistische Kampf der Milizen erfolgte eindeutig nicht auf proletarischem Klassenterrain, sondern war eindeutig sozialreaktionär und ineffektiv – und dadurch begünstigte er objektiv die putschenden Generäle. Wir meinen, dass die revolutionäre Unterwanderung von bürgerlich-reaktionären Militärformationen – und das waren objektiv gesehen auch die CNT- und POUM-Milizen – nur Sinn macht, wenn die sozialrevolutionäre Strömung relativ groß und gefestigt ist. Ist sie das nicht, ist eher davon abzuraten.
Doch da eine bewusste sozialrevolutionäre Strömung im damaligen Spanien fehlte, nutzte die sozialreaktionäre institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung – einschließlich CNT und POUM – den Militärputsch dazu, um sich ganz tief in das Volksfront-Regime zu integrieren. Die gesamte institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung leistete in kooperativ-konkurrenzmäßiger Arbeitsteilung – von der stalinistischen Avantgarde bis zum „anarcho“-syndikalistischen Schwanz – ganze Arbeit bei der Zerstörung der schwächlichen Organe der proletarischen Selbstorganisation, die während des reproduktiv-defensiven Klassenkampfes vom 19. Juli 1936 gegen den Militärputsch entstanden sind. Da wir die sozialreaktionären Leistungen des Antifaschismus gegen den proletarischen Klassenkampf weiter unten noch ausführlich würdigen werden, wollen wir uns in diesem Kapitel ganz dem BürgerInnenkrieg – der von beiden Seiten ein reaktionärer war – und der siegreichen franquistischen Sozialreaktion zuwenden.
Die RepublikanerInnen und die StalinistInnen fungierten als Schatten der Bourgeoisie – große Teile dieser Klasse liefen offen zu den putschenden Generälen über. Natürlich wollten sich die RepublikanerInnen und die StalinistInnen auf Dauer nicht auf die antifaschistischen Milizen verlassen. Sie schufen im Oktober 1936 wieder eine reguläre bürgerliche Armee mit einer Offizierskaste, Wehrpflicht und allem Drum und Dran. Außerdem wurden die antifaschistischen Milizen einer direkteren staatlichen Kontrolle unterworfen. Zu der Formierung einer neuen regulären Armee – nachdem die „alte“ geputscht hatte – und einer stärkeren staatlichen Kontrolle der antifaschistischen Milizen integrierte der republikanisch-stalinistische Block den linken Caballero-Flügel der Sozialistischen Flügel noch stärker in das Volksfront-Regime. Caballero wurde im September 1936 neuer spanischer Ministerpräsident und auch die StalinistInnen traten dieser Regierung bei. Ebenfalls im September 1936 traten POUM und CNT der katalanischen Autonomie-Regierung bei. Die „Anarcho“-SyndikalistInnen traten im November 1936 auch in die Zentralregierung ein, die aufgrund der militärischen Belagerung von Madrid durch die PutschistInnen nach Valencia verlegt wurde. Die LinkssozialistInnen, die CNT und die POUM leisteten der Neuformation einer regulären bürgerlichen Armee nur schwachen und phrasenhaften „Widerstand“. Sie traten phrasenhaft für eine proletarisch kontrollierte Armee eines bürgerlichen Staates ein. Doch das waren nur ideologische Rückzugsgefechte des linken Flügels der antifaschistischen Konterrevolution, nachdem dieser zuvor zusammen mit dem rechten Flügel einen revolutionären Klassenkrieg des Proletariats gegen die demokratische und franquistische Bourgeoisie erfolgreich verhindert hatte. Eine sozialrevolutionäre Strömung hätte die wachsende Ausbeutung des Proletariats im Interesse des kapitalistisch-antifaschistischen Krieges scharf anprangern müssen und sich ganz auf den existierenden Klassenkampf gegen den Kapitalismus – einschließlich gegen den besonders verlogenen CNT-Gewerkschaftskapitalismus – stützen müssen.

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Unser Hauptpunkt der Analyse des spanischen BürgerInnenkrieges ist der, dass er von beiden Seiten her ein kapitalistisch-reaktionärer war – auch wenn wir wissen, dass auf der antifaschistischen Seite, besonders in den CNT- und in den POUM-Milizen subjektiv ehrliche ArbeiterInnen gekämpft haben. Doch gerade diese wurden von der antifaschistischen Konterrevolution in einem innerkapitalistischen Krieg verheizt, wie wir weiter unten noch ausführlicher darstellen wollen. Erst an zweiter Stelle analysieren wir, dass dieser Krieg von der faschistisch-franquistischen Seite konsequent und von der demokratisch-stalinistisch-antifaschistischen Seite wesentlich inkonsequenter geführt wurde. Das lag daran, dass der Faschismus die konsequenteste Form der kapitalistischen Sozialreaktion war, ja, seine ultrafanatische Übertreibung. Das schwache spanische Nationalkapital fieberte inmitten einer schweren ökonomischen Krise und bei einem klassenkämpferischen Proletariat dieser ultrafanatischen Übertreibung der Konterrevolution geradezu entgegen. Die RepublikanerInnen waren bestrebt, das Vertrauen der Bourgeoisie wiederzugewinnen. Also gingen sie mit Hilfe der StalinistInnen mit ganzer Härte gegen das klassenkämpferische Proletariat und den linken Flügel der antifaschistischen Volksfront vor, um der Bourgeoisie damit zu sagen: Seht her, ihr braucht Franco nicht! Doch Franco war ein noch konsequenterer Reaktionär. So rief die Bourgeoisie den demokratischen PolitikerInnen und den StalinistInnen durch ihre Praxis zu: Wir brauchen euch nicht!
Auch die französische und die britische Bourgeoisie, um deren Gunst die gesamte Volksfront – einschließlich der „Anarcho“-DemokratInnen der CNT – buhlte, neigte eher Franco zu. Doch die beiden Demokratien verdeckten zu Beginn des innerkapitalistischen Konfliktes in Spanien ihre deutlichen Sympathien für die putschenden Generäle hinter Phrasen der „Nichteinmischung“. Dazu riefen sie auch die anderen imperialistischen Mächte auf. 27 Staaten – einschließlich des italienischen, deutschen und sowjetischen Imperialismus – gründeten dann auch am 9. September 1936 das „Non-Intervention-Comitee“. Unter dieser Maske der „Nichteinmischung“ unterstützten der italienische und deutsche Faschismus zuerst geheim die putschenden Generäle. Doch nach und nach ließ besonders der italienische Faschismus diese Maske fallen. So schrieb Mussolinis Zentralorgan Roma Fascista am 2. Dezember 1936: „Die Farce der Nichteinmischung ist zu Ende. Für uns hatte sie nie begonnen. (…) Wir kämpfen in Spanien, das augenblicklich der brennendste Abschnitt unseres Krieges ist.“ (Zitiert nach: Peter Rau, Der Spanienkrieg 1936-39, PapyRossa, Köln 2012, S. 46.) Doch England und Frankreich hielten an dieser Farce der „Nichteinmischung“ fest – bis sie am 27. Februar 1939 offen das Franco-Regime anerkannten, obwohl der BürgerInnenkrieg noch nicht zu Ende war.
Der italienische Faschismus hatte in den spanischen BürgerInnenkrieg von Anfang an interveniert. Bereits am 15. Juli 1936, also zwei Tage vor dem offiziellen Putschbeginn, beförderten italienische Flugzeuge Francos nordafrikanische Truppen von Spanisch-Marokko nach Spanien. Während des gesamten BürgerInnenkrieges lieferte Italien nach Presseberichten an die Putschisten 1.930 Geschütze, rund 250.000 Gewehre, 10.135 Maschinenpistolen, 324 Millionen Patronen, 950 Panzer und Schützenpanzerwagen. Außerdem stellte der italienische Faschismus dem Franquismus 91 Kampfschiffe, einschließlich U-Boote, und 763 Militärflugzeuge zur Verfügung. Auch griffen 5.700 italienische Piloten in den BürgerInnenkrieg ein. Darin erschöpfte sich die personelle imperialistische Intervention des Mussolini-Regimes keineswegs. So kämpften in Spanien während des BürgerInnenkrieges zwischen 100.000 und 150.000 italienische Soldaten des Heeres sowie Mitglieder der faschistischen Kampfbünde, die so genannten Schwarzhemden. Die Hauptkraft der Invasionstruppen des Mussolini-Regimes war das Cuerpo Truppe Volontarie (CTV) mit zunächst 40.000 Mann. Das CTV stand unter dem Befehl von General Mario Roatta, dem ehemaligen Chef des Militärgeheimdienstes.
Auch der Nationalsozialismus, die deutsche Variante des Faschismus, griff in den BürgerInnenkrieg ein. Ab dem 28. Juli 1936 half auch das Hitler-Regime mit 88 Transportmaschinen Ju 52 dabei Francos Truppen aus Marokko nach Spanien zu bringen. Doch die Hauptinterventionsmacht der deutschen Nazis während des Spanienkrieges stellte die Legion Condor dar. Mit ihren insgesamt während des gesamten Kriegsverlaufes 25.000 Mann brachte diese Legion Terror und Schrecken nach Spanien. Der spanische BürgerInnenkrieg wurde für die deutsche Luftwaffe eine wichtige Schule für den geplanten Zweiten Weltkrieg. Die blutigste Terrorleistung der Legion Condor war am 26. April 1937 die Bombardierung der baskischen Stadt Gernika (spanisch: Guernica) Nach dem britischen Historiker Hugh Thomas sollen bei diesem Gemetzel aus der Luft 1.654 Menschen getötet und 889 verwundet worden sein. In neueren bürgerlichen Veröffentlichungen ist jedoch „nur“ von „wenigen“ Hundert Toten die Rede. Elende bürgerliche Leichenmathematik, die den Realzynismus des massenmörderischen Kapitalismus prägnant zum Ausdruck bringt! Außer dem deutschen und italienischen Faschismus intervenierte auch das portugiesische Salazar-Regime mit 15.000 Mann auf der Seite des Franquismus in den spanischen BürgerInnenkrieg.
Der sowjetische Staatskapitalismus intervenierte dagegen auf Seiten des antifaschistisch-konterrevolutionären Volksfront-Regimes in den BürgerInnenkrieg. Dadurch begann der sowjetische Imperialismus die spanische Republik zu beherrschen, seine Schergen wurden zur Avantgarde der antifaschistischen Konterrevolution. Zur imperialistischen Beherrschung des demokratischen Volksfront-Regimes wurde Jan Karlowitsch Bersin als Militärberater und Alexander Orlow als Vertreter des sowjetischen Geheimdienstes NKWD nach Spanien geschickt. Auf den NKWD-Terror gegen das Proletariat und den linken Flügel der Volksfront werden wir weiter unten noch ausführlicher eingehen. Betrachten wir hier erst mal die militärische Intervention des sowjetischen Imperialismus in den spanischen BürgerInnenkrieg. Nach offiziellen russischen Angaben von 1998 lieferte die UdSSR an die spanische Republik 806 Kampfflugzeuge, 362 Panzer, 120 Panzerspähwagen, 1.555 Geschütze, 340 Granatwerfer, rund 500.000 Gewehre, 15.113 Maschinengewehre, über 110.000 Fliegerbomben, 500.000 Handgranaten, rund 3,4 Millionen Granaten und 862 Millionen Patronen. Die spanische Republik zahlte dafür mit 60 Prozent ihres Goldschatzes. Auch personell intervenierte der sowjetische Imperialismus mit 351 Panzerfahrern, 772 Piloten, 77 Marineoffizieren und Matrosen, 222 allgemeinen militärischen Beratern und Instrukteuren, 130 ArbeiterInnen und IngenieurInnen von Flugzeugbetrieben, mehr als 150 militärischen Spezialisten, 156 Funker bzw. Nachrichtensoldaten sowie 206 DolmetscherInnen. Insgesamt kämpften also 2.064 BürgerInnen der UdSSR für die Interessen des sowjetischen Imperialismus im spanischen BürgerInnenkrieg.
Das strategische Ziel des Kremls war damals mit den Demokratien Frankreich und Großbritannien ein antifaschistisch-imperialistisches Bündnis zu schmieden. Dieser sozialreaktionär-imperialistischen Zielstellung waren auch die Internationalen Brigaden, welche die „Kommunistische“ Internationale ab Ende September für Spanien schuf und die ab November 1936 einsatzbereit waren, untergeordnet. Unter ihnen mögen ja relativ viele subjektiv ehrliche Menschen gewesen sein, die ernsthaft gegen Franco kämpfen wollten, aber objektiv waren die InterbrigadistInnen nichts anderes als Schachfiguren im imperialistischen Spiel Moskaus. Nachdem Großbritannien und Frankreich im September 1938 die Tschechoslowakei durch das Münchner Abkommen an die Nazis ausgeliefert hatten, wurde Stalin klar, dass aus einem antifaschistisch-imperialistischen Bündnis mit diesen beiden Demokratien erst mal nichts werden würde. Also versuchte auch er mit den Nazis zu paktieren. Das erste Angebot Moskaus an die Nazis wurde auf dem spanischen Schlachtfeld gemacht. Im November 1938 verließen die Internationalen Brigaden Spanien.
Ja, im Gegensatz zur konsequenten Konterrevolution von oben gegen das Proletariat führten die StalinistInnen nur einen inkonsequenten Krieg gegen Franco – um dann nach dem spanischen BürgerInnenkrieg 1939 einen imperialistischen Pakt mit Hitler einzugehen, bei dem sich der sowjetische Imperialismus finnische Gebiete, einen Teil Polens, Bessarabien (früherer Teil Rumäniens) und das ganze Baltikum (Estland, Lettland und Litauen) einverleibte. Als die deutschen Nazis dann 1941 die UdSSR überfielen, kam global das demokratisch-staatkapitalistische Bündnis gegen den Faschismus zustande, was die StalinistInnen schon vergeblich zu Beginn des spanischen BürgerInnenkrieges angestrebt hatten. Eine Sternstunde des Antifaschismus als reaktionär-imperialistische Kriegsideologie, die wir schon an anderer Stelle ausführlich und gründlich analysiert und kritisiert haben.
Kommen wir also wieder zum spanischen BürgerInnenkrieg und dessen konsequenter materialistisch-sozialrevolutionärer Analyse zurück. Wie wir weiter oben schon schrieben, kritisieren wir vor allem den kapitalistisch-reaktionären Charakter beider Seiten des BürgerInnenkrieges. Erst auf einer tieferen Ebene stellen wir dann fest, dass die faschistisch-franquistische Seite diesen Krieg wesentlich konsequenter führte als die antifaschistische Volksfront. Der Trotzkismus dagegen schwankte als kleinbürgerlich-radikale Strömung zwischen der Rolle eines „kritischen“ Unterstützers des kapitalistisch-antifaschistischen Krieges und der eines staatskapitalistischen Pseudo-Revoluzzers. Die trotzkistischen Ratgeber des kapitalistisch-antifaschistischen Krieges plädierten unter anderem dafür, dass das Volksfront-Regime Marokko für unabhängig erklären sollte. So schrieb der US-amerikanische Trotzkist Les Evans: „Francos Hauptoperationsbasis war Marokko, eine Kolonie, die von Spanien erst nach vielen Jahren eines brutalen Wüstenkrieges unterworfen wurde. Selbst von einem bürgerlich-demokratischen Standpunkt her hätte die Republik die Unabhängigkeit dieses unterdrückten Kolonialvolkes proklamieren können. Strategisch sprachen im Kampf gegen Franco alle Gründe dafür, um das marokkanische Volk als Verbündete im Kampf gegen den Faschismus zu gewinnen. Aber Stalin und Azana hatten Angst, die britische und französische Regierung zu alarmieren, denn sie besaßen große Kolonialreiche in Afrika. Und so verteidigte die Republik Spaniens imperialistische Ansprüche auf die Herrschaft in Marokko.
Abd al-Karim, der bedeutendste militärische Führer der Marokkaner bei ihrem Krieg gegen Spanien, appellierte an Largo Caballero, er möge sich dafür einsetzen, ihm die Rückkehr aus dem Exil nach Marokko zu ermöglichen, und verbürgte sich dafür, sich dort an die Spitze eines Aufstandes gegen Franco zu stellen. Caballero, von den Stalinisten zum ,spanischen Lenin‘ ernannt, weigerte sich.“ (Les Evans, Einleitung zur Amerikanischen Ausgabe von Leo Trotzki, Revolution und Bürgerkrieg in Spanien 1931-39, a.a.O., S. 35/36.)
Ja, die faschistisch-franquistische Seite führte den BürgerInnenkrieg wesentlich konsequenter, weshalb sie diesen auch gewann. Übrigens war am Anfang auch nicht Franco als künftiger oberster Militärdiktator vorgesehen, sondern General José Sanjurjo y Sacanell. Doch nach dessen Flugzeugabsturz am 20. Juli 1936 war die Bühne frei für Franco. Am 30. September/1. Oktober 1936 wurde Franco in Burgos zum „Caudillo“ (Führer) gekürt. Die Anwärter der künftigen Militärdiktatur jagten den republikanisch-stalinistischen Block erfolgreich vor sich her. So verließ das Volksfront-Regime am 6. November 1936 die von den Franquisten bedrohte Hauptstadt und nistete sich für eine Weile in Valencia ein. Am 15. April 1938 gelang den putschenden Generälen mit Unterstützung des deutschen und italienischen Faschismus der entscheidende Schlag. Der Faschismus-Franquismus erreichte bei Vinaroz die Küste des Mittelmeers. Damit spaltete er seinen Kriegsgegner in zwei Hälften. Die republikanische Regierung floh aus Valencia nach Barcelona.
Der republikanisch-stalinistische Block hatte im Oktober 1936 gegen die alte putschende Armee eine „neue“ geschaffen. Doch auch diese neugeschaffene Armee putschte am 5. März 1939 unter Oberst Segismundo Casado in Madrid gegen das Volksfront-Regime und schuf die „Junta der nationalen Verteidigung“. Der Widerstand der volksfronthörigen Truppen wurde blutig unterdrückt. Aus der stalinistischen Avantgarde der antifaschistischen Konterrevolution wurden Gejagte der militärischen Konterrevolution. Casado wollte mit Franco einen „ehrenhaften Frieden“ gegen das Proletariat schließen, der letztere bestand aber auf eine bedingungslose Kapitulation. Am 29. März marschierten die Truppen Francos kampflos in Madrid und Valencia ein. Sie besetzten auch die übrigen noch republikanischen Gebiete. Am 1. April 1939 ließ Franco das Ende seines „Kreuzzuges gegen den Bolschewismus“ verkünden. Der BürgerInnenkrieg, der 160.000 Menschen das Leben kostete, war beendet.
Fazit: Als die Generäle im Juli 1936 putschten, weil nach ihrer Ansicht und großer Teile der Bourgeoisie das Volksfront-Regime nicht mit dem klassenkämpferischen Proletariat fertig wurde, stand die demokratisch-republikanische Regierung nackt da. Sie zog sich wieder ein neues Panzerhemd an, das heißt, sie schuf sich im Oktober 1936 eine neue Armee gegen das Proletariat und gegen Franco. Den ersten Auftrag erfüllte die neue Armee über – und stürzte gerade deshalb im März 1939 das Volksfront-Regime, jagte die StalinistInnen und verbündete sich mit Franco. Die Volksfront brauchte als bürgerliches Regime eine Armee, aber die Armee brauchte und wollte kein Volksfront-Regime. Auch die zweite Armee, welche die Volksfront im Oktober 1936 schuf, putschte im März 1939. Zwei Armeen putschten zwischen 1936 und 1939 gegen die Volksfront und erledigten sie endgültig. Das ist die Dialektik des spanischen BürgerInnenkrieges.
Franco errichtete eine blutige Militärdiktatur. Nach Schätzungen der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) aus dem Jahre 2009 sind im franquistischen Spanien zwischen 1936 und 1944 150.000 bis 200.000 Menschen ermordet worden. Nach dem Kriegsende von 1939 wurden 1,5 Millionen Menschen in Gefängnisse und KZ gesperrt. Es soll unter Franco 190 KZ gegeben haben, die erst 1962 geschlossen wurden. Das Franco-Regime blieb während des Zweiten Weltkrieges offiziell „neutral“. Nach dem Zweiten Weltkrieg paktierte der US-Imperialismus mit dem spanischen Militär-Regime, der gleiche US-Imperialismus, der nach der Meinung großer Teile der Antifa doch angeblich zwischen 1941 und 1945 einen „fortschrittlichen“ antifaschistischen Krieg geführt hatte! In Wirklichkeit war auch dieser Krieg reaktionär, so wie große Teile der Antifa, die verdammt schlecht darin sind wirklich Nazis zu bekämpfen, aber sehr gut darin den Zweiten Weltkrieg und die Demokratie als reale kapitalistische Diktatur zu verklären. Nach Francos Tod 1975 wurde übrigens auch Spanien wieder in Form einer parlamentarischen Monarchie demokratisiert…