Archiv der Kategorie 'nationale befreiung'

Neue Broschüre: Der chinesische Kapitalismus 2. Teil von 1979 bis heute

Unsere neue Broschüre: „Der chinesische Kapitalismus 2. Teil von 1979 bis heute“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

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Inhalt

Einleitung

I. Die Transformation zum Privatkapitalismus
1. Die Privatisierung der Landwirtschaft
2. Die marktwirtschaftliche Umgestaltung des staatlichen Sektors
3. Die Entwicklung der Privatwirtschaft in Industrie und Handel
4. Der Finanzsektor
5. Genossenschaften als kleinbürgerlich-kollektive Warenproduktion
6. Soziale und ökologische Folgen der Kapitalvermehrung
7. Kontinuität und Veränderung im politideologischen Überbau

II. Die Stellung Chinas im Weltkapitalismus (ab 1979)
1. Kapitalimport und -export
2. Warenexport und -import
3. China in der globalen Offensive des Privatkapitals
4. China in der globalen Wirtschaftsentwicklung
5. China in der globalen Konkurrenz der Nationalismen

III. Klassenkämpfe
1. Einige Klassenkämpfe
2. Leben und Kampf der WanderarbeiterInnen
3. Raue Formen der proletarischen Diktatur und sozialreformistische
Befriedungsstrategien
4. Es gibt kein Zurück in die Zukunft
5. Sozialrevolutionäre Perspektiven

6. Soziale und ökologische Folgen der Kapitalvermehrung

Aus Geld mehr Geld machen! Das ist der ganze Sinn der kapitalistischen Produktionsweise. Die maß- und grenzenlose Vermehrung des verselbständigten Ausdruckes des Tauschwertes nimmt kaum Rücksicht auf die biosozialen Reproduktionsbedürfnisse der menschlichen Arbeitskräfte und der Regenerierungsnotwendigkeiten der natürlichen Umwelt. Die Umwelt schonen? Das kostet zu viel Geld! Teurer Arbeitsschutz? Wir sind hier nicht bei der Heilsarmee! Die Zwangsgesetze des globalen kapitalistischen Konkurrenzkampfes zwingen den Einzel- und den Nationalkapitalen Sparsamkeit an Geld und Verschwendung an menschlichen Arbeitskräften und natürlichen Ressourcen auf. Da die Staaten im Weltkapitalismus entweder ideelle oder praktische Gesamtkapitalisten (siehe Kapitel I.7) sind, sind auch sie der Vermehrung der Nationalkapitale verpflichtet. Natürlich, ganz besonders krasse Fälle von schonungsloser Ausbeutung gefährden die biosoziale Reproduktion der menschlichen Gesellschaft und die Regeneration der Natur. Deshalb schützen die Nationalstaaten mehr schlecht als recht durch nationale Gesetze und internationale Verträge die menschlichen Arbeitskräfte und die Natur gegenüber der kapitalistischen Überausbeutung, auf das sich die „normale“ Ausbeutung reproduzieren kann. Aber schon die „normale“ kapitalistische Ausbeutung ist gnadenlos gegenüber Mensch und Natur und die Grenzen zur Überausbeutung sind sehr fließend. Die sozialen und ökologischen Folgen der maß- und grenzenlosen Kapitalvermehrung sind entsprechend. (mehr…)

Neue Broschüre: Der chinesische Kapitalismus 1. Teil von den Anfängen bis 1978

Unsere neue Broschüre: „Der chinesische Kapitalismus 1. Teil von den Anfängen bis 1978″ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

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Inhalt

Einleitung
I. Die ersten Keime des Kapitalismus im alten China
1. Allgemeine Betrachtungen über den vorindustriellen Kapitalismus
2. Der vorindustrielle Kapitalismus in China

II. Die imperialistische „Öffnung“ Chinas durch das Auslandskapital
1. Der globale Industriekapitalismus
2. Opiumkriege, ungleiche Verträge, Gebietsabtretungen und Kapitalexport
3. Russland, Japan und China
4. Ausländischer Imperialismus und chinesischer Nationalismus

III. Die Herausbildung des chinesischen Nationalkapitals
1. Die europäische revolutionäre Nachkriegskrise
2. Die staatskapitalistische Sowjetunion
3. Die chinesische Republik
4. Regionale Warlords und gesamtchinesischer Nationalismus
5. „30.-Mai-Bewegung“, Nordfeldzug und kapitalistische Konterrevolution
6. Staatskapitalistischer Putschismus und imperialistische Konkurrenz um die Ostchinesische Eisenbahn
7. GMD, japanischer Imperialismus, Trotzkismus, Anarchismus und „K“PCh
8. Die sozialökonomische Entwicklung Chinas (1914-1949)

IV. Staatskapitalismus
1. Die Verstaatlichung des Kapitals
2. Bodenreform und Kollektivierung im Agrarsektor
3. Das Verwelken der 100 Blumen
4. Staatskapitalistischer Größenwahn: „Der große Sprung nach vorn“
5. „Die große proletarische Kulturrevolution“: Staatskapitalistische PolitideologInnen gegen proprivatkapitalistische WirtschaftstechnokratInnen
6. Fraktionskämpfe nach der „Kulturrevolution“

V. Chinas Stellung im Weltkapitalismus (1949-1978)
1. China und der globale Staatskapitalismus
2. China und der globale Privatkapitalismus

4. Staatskapitalistischer Größenwahn: „Der große Sprung nach vorn

KapitalistInnen, ManagerInnen und PolitikerInnen sind politökonomische Charaktermaskendes Kapitals, welches konkurrenzförmig vermehrt wird. Der ständige Vergleich mit der Konkurrenz treibt diese an. Höher, schneller, weiter! Der Konkurrenz voraus zu sein, oder wenigstens Boden gut machen, mit dem brennendem Ehrgeiz dieser eines hoffentlich nicht mehr allzu fernen Tages nur noch die Schlusslichter zu zeigen – das ist die Sozialpsychologie der Charaktermasken der Einzel- und Nationalkapitale, wie diese naturwüchsig aus der kapitalistischen Konkurrenz entsteht, sich mit ihr zu einem gewaltigen Motor entwickelt, der produziert, produziert und produziert… Dabei massenhaft das Proletariat verstümmelt, vergiftet und mordet und auch die Ökologie im Interesse der Kapitalvermehrung umgestaltet, sie in eine gewaltige Tankstelle natürlicher Ressourcen und eine monströse Mülltonne für die Abfälle der Kapitalvermehrung verwandelt. (mehr…)

Neue Broschüre: Antinationale Schriften II

Unsere neue Broschüre aus der Reihe Antinationale Schriften (ca. 120 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt ihr für 5-€ (inkl. Porto) hier über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

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Inhalt

Einleitung

Der kurdische Nationalismus als ein Feind des Weltproletariats

1. Der kurdische Nationalismus
2. Der Imperialismus, der IS und der kurdische Nationalismus
3. Hoch die antinationale Solidarität!

Nationalistische und rassistische Repression der „internationalen Gemeinschaft“

1. Internationale Repression gegen das migrantische Proletariat
2. Nationalistische Repression gegen MigrantInnen in der BRD
3. Weißer Rassismus und schwarzer Nationalismus in den USA

Einleitung

Mit der Herausgabe der Antinationalen Schriften bekämpfen wir konsequent den Nationalismus. Israelfahnen sind für uns genauso ein optisches Brechmittel wie Deutschlandfahnen. Auch bekämpfen wir den Nationalismus von unterdrückenden Staaten genauso konsequent wie den von nationalen Befreiungsbewegungen, die noch für einen eigenen Staat kämpfen. Der palästinensische Nationalismus zum Beispiel kann die soziale Unfreiheit der palästinensischen ProletarierInnen nur reproduzieren.
In der Schrift Der kurdische Nationalismus als ein Feind des Weltproletariats nehmen wir eine Projektionsfläche der kleinbürgerlichen politischen Linken kritisch unter die Lupe. In diesem Text weisen wir nach, dass der kurdische Nationalismus und damit auch sein Lautsprecher, die kleinbürgerliche politische Linke, in imperialistische Strategien eingebunden sind. Der linksbürgerliche „Antiimperialismus“ liegt schon halb mit dem Imperialismus im Bett. Einige Teile der Linken sind bereits zur Paarung bereit, andere zieren sich noch etwas… (mehr…)

Der IS, der Imperialismus und der kurdische Nationalismus III

Wir veröffentlichen hier die Fortsetzung des Artikels „Der IS, der Imperialismus und der kurdische Nationalismus“. Der letzte Teil unseres Textes „Der kurdische Nationalismus als ein Feind des Weltproletariats“ „Hoch die antinationale Solidarität!“ könnt ihr hier bei der „Sozialen Befreiung“ zu Ende lesen.

Verschleierte KämpferInnen
„Unverschleierte“ Frauen der YPJ-Einheiten. Kobanê 2014

Die linksbürgerlichen Lautsprecher des syrisch-kurdischen Nationalismus sind besonders über die bewaffneten Frauen der YPJ völlig aus dem Häuschen. Sie wollen wieder einfach nicht den dialektischen Zusammenhang von nationalem Militarismus und bürgerlicher Frauenemanzipation, welche die YPJ symbolisiert, verstehen. Es war lange Zeit eine patriarchalische Rollenteilung in den Nationalismen Praxis, nämlich dass die Männer an die Front gingen und die Frauen sich vorwiegend der biosozialen Reproduktion in den Familien widmeten. Doch die kapitalistische und bürgerlich-frauenemanzipative Modernisierung brachte auch in einigen Nationalismen die Frauen auf die Schlachtfelder, auf denen sie im Interesse des Nationalstaates/Nationalkapitals töten und sterben konnten und sollten. So gilt im zionistischen Israel für beide Geschlechter die Wehrpflicht. Es liegt auf der Hand, dass proletarische RevolutionärInnen sowohl den sexistischen Ausschluss von Frauen als auch deren Integration in den bürgerlich-nationalen Militarismus bekämpfen müssen. Proletarische RevolutionärInnen setzen sich dafür ein, dass Proletarierinnen von den Männern der Klasse als gleichberechtige – auch militante – Klassenkämpferinnen anerkannt werden. Die YPJ ist sowohl eine bürgerlich-frauenemanzipative als auch eine nationale Militärformation. Deshalb bekämpfen wir sie von einem proletarisch-revolutionärem Klassenstandpunkt aus als eine bürgerlich-reaktionäre Organisation. Doch wir haben ja schon oben gesehen, dass die linken KleinbürgerInnen den reaktionären Charakter des syrisch-kurdischen Nationalismus völlig verklären, um diesen zu unterstützen.
Aber selbst wenn mensch den Fakt anerkennt, dass im nordsyrischen Kurdengebiet Rojava sich eine kurdisch-nationale Durchsetzungsform des Kapitalismus entwickelt und alle „antikapitalistischen Perspektiven“ nichts als Projektionen linker KleinbürgerInnen darstellen, sollten RevolutionärInnen nicht trotzdem die modern-demokratischen Staatsvorstellungen des kurdischen Linksnationalismus gegen den ultrabrutalen und fanatisch mordenden IS als „kleineres Übel“ verteidigen? Ein entschiedenes Nein! Wer immer nur vermeintlich kleinere Übel verteidigt, hilft mit das Grundübel zu reproduzieren. Im Konkurrenzkampf der Nationalismen kann es für SozialrevolutionärInnen kein kleineres Übel geben. Über die Nationalismen herrscht die Weltbourgeoisie (KapitalistInnen, ManagerInnen, hohe BerufspolitikerInnen sowie hohe StaatsbeamtInnen und Militärs) über das Weltproletariat (die globale ArbeiterInnenklasse und die weltweiten nichtlohnarbeitenden Unterschichten, die über keine eigenen Produktionsmittel verfügen). Auch die kurdischen ProletarierInnen und KleinbürgerInnen in Rojava sind für die Politbonzen der PYD nur Manövriermasse ihres demokratisch-autonomen Unterstaates im Rahmen des syrischen Nationalstaates. Der syrisch-kurdische Nationalismus ist Teil des Grundübels, nämlich dass sich das Weltproletariat im Konkurrenzkampf der Nationalismen zur Reproduktion des Weltkapitalismus verheizen lässt. Nein, wir müssen gegen den Kapitalismus mit all seinen Nationalismen und all seinen politischen Fraktionen kämpfen, wenn das permanente Massaker des Weltkapitals am Weltproletariat aufhören soll! (mehr…)

Der IS, der Imperialismus und der kurdische Nationalismus I

Wir veröffentlichen hier den zweiten Teil des Textes „Der kurdische Nationalismus als ein Feind des Weltproletariats“. Im Artikel werden wir das imperialistische Gerangel und die Zusammenarbeit zwischen den demokratischen Großmächten, ihren Verbündeten in der arabischen Welt, der IS-Terromilliz und den kurdischen NationalistInnen untersuchen. Die Fortsetzung „Der IS, der Imperialismus und der kurdische Nationalismus II“ könnt ihr hier bei Soziale Befreiung weiter lesen.

Shia-Miliz
Kämpfer von schiitischer Mehdi-Miliz während der Militärparade in Sadr-City, Bagdad , 21. Juni 2014. REUTERS

Nachdem wir den kurdischen Nationalismus in der Türkei sowie im Nordirak und in Nordsyrien unter die Lupe genommen haben, wollen wir jetzt dessen Einbindung in die verschiedenen imperialistischen Strategien untersuchen. Unter Imperialismus verstehen wir die ökonomische, politisch-diplomatische und militärische Expansion von Nationalstaaten bzw. Nationalkapitalen. Die internationalen Beziehungen sind nackte Gewaltverhältnisse zwischen den verschiedenen Nationalstaaten und jenen Nationalismen, die noch keinen eigenen Staat hervorgebracht haben. In den ökonomischen, politisch-diplomatischen, ideologischen und militärischen Konkurrenzkämpfen der Nationalismen geht es um Rohstoffquellen, Absatzmärkte, Investitionsstandorte für den Kapitalexport und geostrategische Positionen. Dieser permanente globale Konkurrenzkampf der Nationalismen wird auf Kosten des Weltproletariats geführt, welches durch das Kapital, die Staaten sowie die privatkapitalistischen und staatlichen Medien und Ideologieapparate gespalten und gegeneinander aufgehetzt wird. Das Weltproletariat produziert den Reichtum des Weltkapitalismus und seiner Durchsetzungsformen, die verschiedenen Nationalismen. Es zahlt bereits im ökonomischen Konkurrenzkampf mit seinem Lebensglück, seiner Gesundheit und seinem Leben – zum Wohle der Nationalkapitale. (mehr…)